Sport bei Herzerkrankungen?
Sport senkt über die Erweiterung der Gefäße den Blutdruck. Er wirkt antientzündlich und senkt Blutzucker und Blutfette. Weil körperliche Betätigung zusätzlich die Anfallshäufigkeit von Brustschmerzen bei der koronaren Herzkrankheit (Herzkranzgefäßverengung) besser reduziert als Medikamente, wird Sport gelegentlich auch als Medikament des 21. Jahrhunderts bezeichnet.
Vielfach taucht die Frage auf, ob mit einer neu diagnostizierten Herzerkrankung weiter Sport getrieben werden kann. Die gleiche Frage stellt sich, wenn nach einem pathologischen Befund der Entschluss gefasst wird, Sport zu treiben und gleichzeitig die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten umzustellen.
Mittlerweile ist unstrittig, dass Sport auch mit vielen chronischen Herzerkrankungen möglich ist. Eine regelmäßige sportliche Betätigung geht vor allem bei Ausdauersportarten nicht nur mit einer Reduzierung der Symptomatik einher, sondern verbessert auch die Prognose.
Grundsätzlich gilt der Leitsatz: "Laufen ohne Schnaufen - trotzdem Schwitzen“! Der wöchentliche Umfang sollte idealerweise 150 bis 300 Minuten betragen, wobei natürlich jede Minute in Bewegung besser ist, als keine. Ab einem Alter von 65 Jahren sollte zudem ein regelmäßiges Krafttraining erfolgen. Damit wird der altersbedingte Muskelabbau (Sarkopenie) deutlich reduziert und das Sturz- und Verletzungsrisiko wirksam gesenkt.
Unter diesen Aspekten wird klar, dass es keine pauschalierte Empfehlungen zur Sportart, zur Intensität und Häufigkeit des Trainings geben kann. Diese müssen immer individuell abgestimmt sein.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie den Wunsch haben, Ihre Lebensqualität durch sportliche Betätigung und einen gesünderen Lebensstil zu verbessern!